DiaryX – WIE ES BEGANN

Fake&Facts, NEWS

Folgende Dokumentation ist in Form eines Facebook-Tagebuchs unter dem Titel DiaryX vom ersten Tag nach der Angelobung der schwarzblauen österreichischen Bundesregierung an eine Woche lang erschienen.

Eine Nachlese, Teil 1.

Tag 1 von Schwarzblau (die Liste ist unvollständig) – 19.12.2017:

Der Chefredakteur der unter Verfassungsschutz-Beobachtung stehenden extrem rechten Propagandaplattform unzensuriert.at wird Pressesprecher im Innenministerium. Die neue Außenministerin Karin Kneissl tätigt antisemitische Aussagen und wird von Israel boykottiert. Neo-FPÖ-Clubchef Gudenus fordert Massenflüchtlingslager bei Wien (weil man sich ja auf Streichung der Individualunterbringung geeinigt hat). In der Steiermark kürzt derweil die rote Soziallandesrätin die Mindestsicherung für Obdachlose, mit der Begründung, die hätten ja keinen Wohnbedarf. Die Analyse des grauslichen Regierungsprogramms halt ich heute nimmer aus, sorry.
Aber sie folgt, das versprech ich euch (leider). Gute Nacht!

Weiter geht’s – Schwarzblau,Tag 2 (wieder unvollständig) – 20.12.2017:

Österreichs neue Dritte Nationalratspräsidentin Anneliese Kitzmüller ist Mitglied zweier deutschnationaler Mädelschaften, die bevorzugt mit Nazi-Codes operieren, tätigte immer wieder homophobe Aussagen, kriminalisiert Abtreibung und ist Autorin der rechtsextremen Zeitschrift Aula.

Kanzler, Vizekanzler und andere Regierungsmitglieder werden künftig nicht selbst vor der Presse zu ihren Entscheidungen Stellung beziehen, wie dies bisher der Fall war. Stattdessen wurde ein weisungsgebundener Regierungssprecher (Peter Launsky-Tieffenthal) installiert, direkte Fragen von JournalistInnen an die Regierungsspitze werden so de facto unmöglich.

Das Frauenministerium hat Schwarzblau mit dem Familienministerium zusammengelegt, Frauenpolitik wird also wieder ausschließlich im Kontext von Familienpolitik definiert, jede andere Perspektive damit von vornherein ignoriert.

Strache sprach in seiner ersten Regierungserklärung viel von Sicherheitspolitik und definiert diese über einen einzigen Faktor: Grenzen schließen.

Fake & Fact:
Kleinste Einkommen zählen für Kurz offenbar nicht zu den kleineren: Diesen sollen laut erstem Regierungsbeschluss durch eine Reduktion der Arbeitslosenversicherungsbeiträge entlastet werden. Bloß: Menschen mit den kleinsten Einkommen, nämlich solchen unter 1348 Euro, das sind rund 700.000 Personen, zahlen gar keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge, werden also auch nicht entlastet! (Für mittlere Einkommen ergibt sich eine Ersparnis von rund 50 Euro – pro Jahr.)
Details siehe hier

Derweil kommt beim Buwog-Prozess, in dem Ex-Lobbyist Hochegger Ex-FPÖ-Finanzminister Grasser weiter belastet, das „mutmaßlich größte Politverbrechen der Zweiten Republik“ (F. Klenk) endgültig ans Tageslicht – und damit das korrupte Erbe der ersten schwarzblauen Bundesregierung. Für das die ÖsterreicherInnen, bei denen sich Kurz und Strache heute wiederholt bedankten, noch lange millionenfach bezahlen werden.

Ach ja, noch ein Coup im Umfärben: Der blauen Generalsekretär, den Kickl als Boss sämtlicher Sektionschefs ins Innenministerium gehievt hat, hat dieser das volle Durchgriffsrecht im Polizeiressort.

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Schwarzblau, Tag 3 – 21.12.2017 Zum Einstieg ins Regierungsprogramm

In diesem Tagebuchversuch, nennen wir’s mal DiaryX, sollen Fakten, d.h. tatsächliche Beschlüsse, Entscheidungen, Handlungen von Schwarzblau gelistet werden. Also weder Ankündigungen, Ideen, Mutmaßungen, Spekulationen, Debatten oder dergleichen. Wäre überbordend und würde auch keinen Sinn machen, sondern nur Ressourcen okkupieren, die anderswo vernünftiger eingesetzt sind. Die von JournalistInnen, wie die von LeserInnen, nicht jedes Wort aus dem Sumpf ist es wert, raum-, zeit- und gedankenfüllend diskutiert zu werden. Aber Worte sind Taten. Und an denen will Kurz ja nach eigener Aussage gemessen werden (wobei die bisherigen offenbar nicht dazu zählen, weder seine noch die seiner Regierungsmitglieder und sonstigen Personals). Da das Regierungsprogramm ein offizielles Papier ist, das festhält, was auf die Bevölkerung – nennen wir’s mal zukommt, also heute an dieser Stelle ein paar Worte zum Einstieg ins schwarzblaue Gruselkabinett:

Überschrieben ist es mit „Zusammen.“ Zeile darunter: „Für unser Österreich.“ – und damit ist schon der Titel ein Widerspruch in sich. Denn was „zusammen“ bedeutet, schließt „für unser“ aus. „Für unser“ heißt: nicht für euer, heißt: wir gegen die anderen, Innen gegen Außen, die von hier gegen die von dort. Vor allem ist „unser“ ein Possessiv-Pronomen, ein besitzanzeigendes Fürwort. Für die schwarzblaue Regierung definiert sich ein Land also über Besitz. Am besten den eigenen, denn schließlich ist es ja das Programm dieser Regierung. Also, ab sofort gehört Österreich Kurz & Co., wahrscheinlich betrachten sie es als legitimes Erbe.

Im Vorwort von Kurz und Strache definieren sie das ihrer Ansicht nach erste und größte Problem dieses Landes: einen angeblich riesigen Schuldenberg. Schließlich seien „wir“ ja „Weltmeister im Einschränken von Freiheit und Selbstverantwortung“. Also wie der Buwog-Prozess grade zeigt, ebenso wie die versenkten Hypo-Millionen davor, waren Grasser & Co, sprich die erste schwarzblaue Regierungsmannschaft, alles andere als eingeschränkt in ihren Freiheiten, dafür haperte es wohl gewaltig mit der Selbstverantwortung.
Die Steuer- und Abgabenquote wird als „eine der höchsten“ bezeichnet. Gilt halt nur für die, die sie auch bezahlen, und manche Steuern, von denen es doch ach so viele gibt, existieren gar nicht, Erbschafts- und Vermögenssteuer zum Beispiel.
Weiter schreiben Kurz und Strache, „unser Sozialsystem“ sei in eine „Schieflage geraten, weil der Einkommensunterschied zwischen arbeitenden und nichtarbeitenden Menschen so gering ist, dass es nur noch wenige Anreize gibt zu arbeiten.“ Nicht der Einkommensunterschied, der zwischen Arm und Reich immer größer und noch größer wird, ist also das Problem. Auch nicht der Unterschied der Mehrheitsbevölkerung zu jenen, die für ihren Lebensunterhalt gar nicht arbeiten müssen, weil sie über genügend Vermögen verfügen, diesen aus ihren vorhandenen Ressourcen bestreiten zu können. Auch nicht, dass durch Arbeit besonders in Österreich kaum Vermögen generiert wird, sondern dass dieses fast ausschließlich durch Erben erworben werden kann. Stimmt, da ist der Anreiz zu arbeiten tatsächlich sehr gering, die Kluft zur Mehrheit der Bevölkerung allerdings umso größer, von den Ärmsten ganz zu schweigen.
„Außerdem können sich viele Menschen von ihrem Lohn das Leben nicht mehr leisten und immer mehr Menschen wandern in unser Sozialsystem zu.“ Da werden Äpfel und Birnen vermischt, ersteres stimmt, es ist tatsächlich ein Problem, dass die Löhne inzwischen so niedrig bzw. die prekären Arbeitsverhältnisse so verbreitet sind, dass Menschen trotz Arbeit kein Auskommen finden. Das hat jedoch nichts damit zu tun, dass „Menschen in unser Sozialsystem“ „zuwandern“ würden, sehr wohl aber mit den immer weniger eingeschränkten Freiheiten, die Unternehmen mittlerweile haben, um massenweise mies bezahlte Jobs mit geringer oder gänzlich ohne soziale Absicherung zu schaffen und zu besetzen.

Als politisches „Fundament“ definiert die neue Regierung Verfassung, Neutralität und die „Grundprinzipien der Europäischen Union“. Danach kommen „aber auch“ Grund- und Menschenrechte, bürgerliche Freiheiten und Minderheitenrechte. Auch.

Sämtliche Vorhaben „werden wir nur schaffen, wenn wir gemeinsam anpacken“. Und – schon wieder der Widerspruch, denn weiter heißt es „Jede und jeder Einzelne soll Verantwortung für ihr bzw. sein Leben übernehmen. Wir müssen der staatlichen Bevormundung ein Ende setzen.“ Auf gemeinsam folgt der/die Einzelne, jede/r ist für sich selbst verantwortlich, Staat heißt Bevormundung. Da ist keine Rede mehr von gemeinsam, von Schutz, von Gerechtigkeit, auch nicht von der sonst so gern bemühten Sicherheit. Nach demselben Prinzip geht es weiter: „Dabei wollen wir selbstverständlich all jenen helfen, die sich selbst nicht helfen können“, das wäre ja mal ein gutes Bekenntnis, aber: „vor allem jenen, die über viele Jahre in unser System eingezahlt haben, jetzt aber viel zu wenig herausbekommen.“ Schon wieder wird das Trennende vor das Gemeinsame gestellt. Die die eingezahlt haben, gegen die, die es, egal aus welchen Gründen auch immer, nicht getan haben, nicht tun konnten oder nicht im geforderten Ausmaß. Das immer höher wird und weiter steigen wird, wie schon angekündigt. Doch dazu und zu vielem an anderer Stelle mehr.

Der „neue Stil“ und das „positive Miteinander“, sowie die „richtige Richtung“ haben sich jedenfalls bereits in den ersten beiden Tagen dieser Regierung gezeigt. Die Fortsetzung wird nicht lange auf sich warten lassen.

Tag 4 von Schwarzblau, 22.12.2017 – Liste wieder unvollständig, aber jede Zeile ist eine zuviel

Mehrere Gefolgsleute von Gottfried Küssel, Schlüsselfigur der österreichischen Neonaziszene und verurteilter Holocaustleugner sowie Gründer der „Volkstreuen Außerparlamentarischen Opposition“ (VAPO) sitzen nun an zentralen Schaltstellen von Ministerien. Darunter René Schimanek, der Ende der 1980er Jahre mit Schlagstock und Militärstiefel ausgerüstet bei rechtsextremen Demos aufmarschierte und nun Kabinettschef in Hofers Verkehrsministerium ist. Er war schon in der ersten schwarzblauen Regierung im Jahr 2000 persönlicher Mitarbeiter des damaligen FPÖ-Justizministers Michael Krüger (siehe u.a. Falter, 06/2000). Wie Vizekanzler Strache war er gemeinsam mit Küssel auf Wehrsportübung. Heute nennt er das „Vergangenheit“.

Weiters in Küssels Umfeld aktiv war der jetzige Pressereferent im FPÖ-Parlamentsklub Hubert Erhard, der sich von seinen damaligen Aktivitäten ebenso distanziert, er sei eben „dumm und jung“ gewesen.

Der schon erwähnte Alexander Höferl, neuer Kommunikationschef in Kickls Innenministerium und bisher Mastermind der extrem rechte Propagandaplattform unzensuriert.at, ist auf Facebook Fan mehrerer rechtsextremer Seiten und Personen, darunter jener der Identitären. Auch für die flüchtlingsfeindliche Aktion Defend Europe, die im Mittelmeer Geflüchtete an der Überfahrt hindern und Seenotretter blockieren wollte, gab es von ihm ein „like“:

Teile des schwarzblauen Regierungsprogramms sind wortwörtlich aus den Forderungskatalogen von Industriellenvereinigung und Immobilienwirtschaft abgeschrieben. Darunter die Pläne zur Senkung der Körperschaftssteuer, zur massiven Arbeitszeiterhöhung etc. Details hier hier

Nachtrag: Wir haben mit Beate Hartinger-Klein eine Unternehmensberaterin (Deloitte) als Sozialministerin. Sie ist auch Gesundheitsministerin, das „Insider“-Wissen, das sie als Geschäftsführerin der Sozialversicherung gesammelt hat, hat sie danach flugs der Pharmaindustrie angeboten.

Im ebenfalls schwarzblauen Oberösterreich wird inzwischen der renommierten frauen/genderpolitischen Plattform FIFTITU% – Vernetzungsstelle für Frauen*, Trans* und Inter* in Kunst und Kultur Oberösterreich die Förderung gänzlich gestrichen. „Wir passen nicht mehr ins Kerngeschäft. Wie dieses genau aussieht wurde uns dann auch nicht mitgeteilt, aber wir passen nicht rein!“, so FIFTITU%.

Laut Szabolcs Panyi, ungarischer Journalist, schrauben die USA, Frankreich und Großbritannien die Zusammenarbeit mit dem österreichischen BVT (Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung) wegen der FPÖ-Regierungsbeteiligung zurück. Die drei Geheimdienste hätten Angst, dass Informationen über Russland in einem von der FPÖ geführten Ministerium nicht sicher seien. (Zur Erinnerung: Strache, Vilimsky, Hofer und Gudenus verdündeten Ende 2016 in Moskau einen „Fünf-Jahres-Vertrag“ mit Putins Partei Vereintes Russland.) Verfassungsschutz und Verteidigungsministerium dementierten.

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Tag 5 von Schwarzblau – 23.12.2017: unvollständig, kurz, schmerzvoll.

Die nächste frauenpolitische Institution, die nicht mehr ins „Kerngeschäft“ (so auch hier die Begründung) des oberösterreichischen Frauenreferats passt: Dem Verein maiz wird die Förderung zur Gänze gestrichen. Engagierte Antirassismusarbeit, Einsatz für Frauen* mit Flucht/Migrationshintergrund sowie die Rechte von Sexarbeiter*innen und konsequente frauenpolitische Öffentlichkeitsarbeit setzt Schwarzblau in OÖ ein Ende.
Eine Regierung, die ihre politischen Aufgaben als Geschäft definiert und Menschen nach dem Kriterium ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit selektiert. Menschen, deren Rechte den Umsatz nicht steigern. Menschen, deren Rechtlosigkeit die besten Profite für die Geschäftemacher erwirtschaftet.

Unter den neuen 27 Generalsekretären und Kabinettschef*innen der schwarzblauen Bundesregierung sind übrigens nicht mehr als zwei Frauen.

Rechte Verbalangriffe in sozialen Medien nehmen weiter zu.

Fortsetzung folgt. Hinschauen muss sein.

Sich um die kümmern, die Schutz besonders brauchen.
Widerstand gegen die leisten, die auf ihre Kosten Profit machen. Die brutale Menschenverachtung zur Normalität deklarieren und sie durch die Ämter, die sie bekleiden zu legitimieren versuchen.
Kräfte tanken. Sie sind nötig.

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Schwarzblau, Tag 6 – 24.12.2017 (zum fest der nächstenliebe, der nähesten nächsten)

Bundeskanzler Kurz wünscht per Facebook „Ein gesegnetes Weihnachtsfest & einen guten Start ins neue Jahr!“, Im nächsten Posting sorgt er sich um den „Wohlstand in Deutschland & Österreich“, den es zu erhalten gälte, und zwar mittels eines „vereinten, starken Europas“. Dafür, so der Kanzler, „müssen wir […] die illegale Migration nach Europa stoppen.“ Es zeugt wahrlich von christlicher Nächstenliebe, am Heiligen Abend zu verkünden, dass man alles daran setzt, diejenigen abzuweisen und auszusperren, die schutz- und hilfesuchend an „unsere“ Türen klopfen. Denn wir müssten ja „unseren“ Wohlstand erhalten. Um den es bestens bestellt ist, Österreichs Wirtschaft wächst wie seit langem nicht, abgesehen davon hat das Eine mit dem Anderen absolut nichts zu tun, im Gegenteil. Oder doch? Denn gleich darauf verkündet „unser Kanzler“ im nächsten Posting: „Hat mich sehr gefreut, heute bei Licht ins Dunkel dabei sein zu können. Österreich ist ein wunderschönes Land & gerade an Tagen wie heute zeigt sich, wie viele Menschen in unserer Gesellschaft füreinander einstehen. Vielen Dank!“ Und zu – zumindest für Kurz guter – Letzt folgt dann noch: „Vielen Dank für all die Unterstützung in diesem Jahr. Ich wünsche heute allen ein gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise von Familie & Freunden!“ Naja, nicht allen. Die, die grade vor „unseren“ Türen krepieren, die Familie und Freunde längst verloren haben und denen „wir“ tunlichst keine Herberge anbieten sollen, sind von diesen Wünschen wohl ausgenommen. Für sie entpuppt sich der Segen als Fluch.

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Tag 7 – 25.12.2017: wer / drauf / zahlt

factcheck-Ergänzung zu gestern: Zwischen 1999 und 2013 ist die Zahl der Asylanträge in Österreich von 20.129 auf 17.503 gesunken. 2017 (Jän-Nov) waren es 22.739 (BMI Asylstatistik). Soviel zur Panikmache. Soviel zu Neid und Hass. Soviel zur „Zuwanderung in unser Sozialsystem“.

67 Millionen Euro, davon 26 Millionen direkt vom Land OÖ, werden bis 2024 in die oberösterreichischen Skigebiete Hinterstoder und Wurzeralm investiert, gemeinsam mit Peter Schröcksnadel, dessen Frimengruppe die örtlichen Bergbahnen betreibt und der außerdem Präsident des österreichischen Skiverbandes ist. Eine neue Zehnergondel, eine neue Zubringerbahn, jede Menge Parkplätze, dazu Sanierungsprojekte und ein neues Hotel. Diese Investitionen seien risikoreich, so Schröcksnadel. Soll wohl heißen: Also soll sie bitte die öffentliche Hand übernehmen. Zur Erinnerung: Über die versenkten Millionen bei der Ski-WM in Schladming 2013 schrieb der Rechnungshof: „Keiner der Beteiligten an der Vorbereitung und Durchführung der 42. FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaft in Schladming 2013 — insbesondere das Land Steiermark, als der mit 152,85 Mio. EUR bedeutendste Finanzmittelgeber — hatte einen Gesamtüberblick über die dafür investierten Mittel von insgesamt 415,78 Mio. EUR, davon 247,75 Mio. EUR von der öffentlichen Hand.“ Nun wird in oberösterreichische Skigebiete „investiert“. „Es ist das größte Förderpaket, das das Land Oberösterreich je in einem Skigebiet geschnürt hat.“
Ob dieses u.a. auch aus jenen 13 Millionen Euro finanziert werden wird, die sich die schwarzblaue Landesregierung durch die Streichung der kostenlosen Nachmittagsbetreuung, die besonders Frauen, am stärksten Alleinerzieherinnen, trifft, reinholt, also „gegenfinanziert“, wie es immer wieder auch im Regierungsprogramm heißt? Gegen wen hier finanziert wird, ist jedenfalls deutlich. Gegen Frauen geht das schwarzblaue OÖ ganz besonders vehement vor, siehe die bereits erwähnte Streichung von Fördergeldern von FIFTITU% und maiz.

Eine Nachlese, Teil 2

 

Foto: (c) Evelyn Schalk